Hilfe in Corona-Zeiten

Als ich vor gut drei Wochen die ersten Artikel und Nähanleitungen zum Thema „Behelfsmasken nähen“ im Internet gesehen habe, war ich doch ziemlich skeptisch. Bringen diese Maske was und wenn wieviel? Wer soll diese Behelfsmasken den eigentlich benutzen? Und so habe ich diesen Artikeln und Anleitungen nicht viel Bedeutung gegeben. Doch dann bekam ich von einer befreundeten Hebamme die konkrete Anfrage nach genau diesen Masken. Sie und ihre Kolleginnen bekommen keine Ausrüstung um die jungen Familien auf ihren Hausbesuchen zur Nachsorge im Wochenbett zu schützen. Sie würde sich freuen, wenn sie genau diese Behelfsmasken genäht bekommen würde.
Da war es für mich ganz klar. Wenn die Masken gebraucht werden, gibt es nichts mehr zu überlegen. Mein Stoff und Materialvorrat ist groß genug und so habe ich das erste Wochenende an der Nähmaschine verbracht und konnte die ersten 25 Behelfsmasken auf die Reise schicken. Genau an diesem Wochenende kam auch der Aufruf aus dem Karlsfelder Seniorenheim Curanum. Auch hier werden die selbstgenähten Masken gebraucht.
Kurzerhand mobilisierte ich noch Mirjam Kraus, Mitglied des erweiterten Kirchenvorstands, und eine Freundin von mir. So konnten ich weitere 50 Masken im Curanum abgeben. Mittlerweile wurden auch die Stimmen in meinem privaten Umfeld immer lauter. Viele Freunde und Bekannte möchten gerne beim Einkaufen oder in den Öffentlichen Verkehrsmittelen so eine Maske tragen.
Immer häufiger hörte ich in diesem Zusammenhang auch den Satz:
„Wir bezahlen die Maske auch.“ Das fand ich ziemlich erschreckend. Bis jetzt hatte ich doch nur für den guten Zweck genäht. Der Gedanke mich an der Krise zu bereichern gefiel mir gar nicht und so gab ich meistens einfach keine Antwort auf diese Anfragen. Eine Weile musste ich aber darüber nachdenken wie ich mit dieser Anfrage umgehen soll und dann kam mir eine Idee. Wer eine Maske haben möchte, kann diese gegen eine freiwillige Spende für „Weihnachten im Schuhkarton“ bekommen.
Wer mich und meine Familie kennt der weiß das die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mir seit vielen, vielen Jahren sehr am Herzen liegt. So kommen auch diese Masken wieder einem sozialen Zweck zugute. Bis jetzt wurde diese Aktion sehr gut angenommen und ich werde wohl auch an den nächsten Wochenenden Behelfsmasken nähen.

In diesem Sinne bleibt mir nur noch zu sagen: Bitte bleiben Sie zuhause. Achten Sie auf die geltenden Abstands- und Hygieneregeln und vor allem auf das aller wichtigste in diesen Tagen: Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihre Kathrin Bühler

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